Sie möchten Ihren Kunden das Buchen erleichtern, Abläufe im Team vereinfachen oder ein eigenes digitales Produkt starten – und eine App scheint der passende Weg? Wer sich mit App-Entwicklung in Berlin beschäftigt, stößt schnell auf viele Anbieter und noch mehr Fachbegriffe. Dabei ist der Weg von der Idee zur fertigen App gut planbar, wenn Sie die einzelnen Schritte kennen.
Bei Marcze Media entwickeln wir Apps und betreiben mit Fleißstern und Sponties auch eigene. In diesem Beitrag erklären wir, welche Art von Anwendung zu welchem Vorhaben passt, wie die Entwicklung abläuft, was den Aufwand bestimmt und worauf Sie achten sollten, wenn Sie in Berlin eine App entwickeln lassen möchten.
Website, Web-App oder native App?
Nicht jede Idee braucht eine App aus dem Store. Bevor es um Funktionen und Design geht, lohnt ein Blick auf die drei Grundformen:
- Website: Sie informiert, wird von Suchmaschinen gefunden und bringt Anfragen. Für viele Vorhaben ist sie der richtige Anfang.
- Web-App: Sie läuft im Browser, bietet aber Funktionen wie Nutzerkonten, Buchungen oder persönliche Bereiche. Eine Installation über einen Store ist nicht nötig.
- Native App: Sie wird für iPhone, iPad und Android entwickelt und über den App Store oder Google Play installiert. Gerätefunktionen wie Push-Benachrichtigungen, Kamera oder In-App-Käufe kann sie voll nutzen.
Welche Form passt, hängt davon ab, wie oft Ihre Nutzer die Anwendung öffnen, welche Gerätefunktionen sie brauchen und ob Sie in den Stores vertreten sein möchten. Ist das noch offen, klären wir es in einer Konzeptphase, bevor die erste Zeile Code entsteht. Für Plattformen, die vor allem im Browser genutzt werden, kann auch ein Portal die passende Lösung sein.
So läuft die Entwicklung ab
- Idee und Konzept: Wer nutzt die App, welches Problem löst sie, und welche Funktionen braucht die erste Version? Am Ende steht eine klare Liste der Kernfunktionen – und die bewusste Entscheidung, was zunächst weggelassen wird.
- Prototyp: Eine klickbare Vorschau ohne echte Technik dahinter macht sichtbar, ob die Abläufe verständlich sind. Änderungen sind in dieser Phase noch mit wenig Aufwand möglich.
- Design: Farben, Schriften, Symbole und alle Bildschirme werden ausgearbeitet. Gute Apps orientieren sich dabei an den Gestaltungsrichtlinien von Apple und Google, damit sie sich auf dem jeweiligen Gerät vertraut anfühlen.
- Entwicklung: App, Server und Schnittstellen entstehen Schritt für Schritt. Zwischenstände können Sie früh auf Ihrem eigenen Gerät ausprobieren.
- Tests: Die App wird auf echten Geräten mit unterschiedlichen Bildschirmgrößen und Systemversionen geprüft. Vor dem Start bietet sich eine Testphase mit ausgewählten Nutzern an – Apple stellt dafür TestFlight bereit, Google Play eigene Testkanäle.
- Veröffentlichung im App Store und bei Google Play: Für die Stores braucht es ein Entwicklerkonto, Beschreibungen, Bildschirmfotos und Angaben zum Datenschutz. Apple und Google prüfen Apps vor der Freigabe. Gibt es Beanstandungen, wird nachgebessert und erneut eingereicht.
- Weiterentwicklung: Neue Betriebssystem-Versionen, Bewertungen in den Stores und Wünsche Ihrer Nutzer machen regelmäßige Updates nötig. Planen Sie diese Phase von Anfang an mit ein.
Was den Aufwand bestimmt
Wie viel Arbeit in einer App steckt, lässt sich erst sagen, wenn klar ist, was sie können soll. Diese Faktoren haben den größten Einfluss:
- Plattformen: Nur iPhone oder zusätzlich Android, iPad und Browser? Jede Plattform will umgesetzt, getestet und gepflegt werden.
- Funktionsumfang: Eine Checkliste mit Erinnerungen ist etwas anderes als ein Marktplatz mit Chat und Bezahlfunktion.
- Nutzerrollen: Gibt es unterschiedliche Ansichten, etwa für Kunden und Mitarbeiter oder für Eltern und Kinder, wächst der Aufwand für Gestaltung und Tests.
- Server und Synchronisation: Sollen Daten auf mehreren Geräten verfügbar sein, braucht die App einen Server mit Schnittstelle.
- Anbindungen: Die Verbindung zu bestehenden Systemen wie Kundenverwaltung, Warenwirtschaft oder Kalender erfordert zusätzliche Entwicklung.
- Abos und In-App-Käufe: Digitale Inhalte werden in der Regel über Apple und Google abgerechnet und folgen deren Vorgaben.
- Gestaltung: Standardbausteine des Betriebssystems sind schneller umgesetzt als eigene Animationen und individuell gestaltete Bedienelemente.
Unser Rat: Starten Sie mit einer ersten Version, die den Kern Ihrer Idee abbildet. Was Ihre Nutzer wirklich brauchen, zeigt sich im Alltag – und lässt sich dann gezielt ergänzen.
Aus der Praxis: Fleißstern und Sponties
Mit Fleißstern haben wir eine Aufgaben-App für Familien entwickelt. Kinder haken ihre Aufgaben ab, sammeln Sterne und tauschen sie gegen Belohnungen ein. Kinder und Eltern haben jeweils eine eigene Ansicht, hinzu kommen eine Bildschirmzeit-Funktion und ein Premium-Abo per In-App-Kauf. Fleißstern gibt es für iPhone, iPad, Android und im Browser – ohne Werbung und mit Servern in Deutschland. Gerade bei einer App, die Kinder nutzen, ist das ein wichtiges Argument.
Sponties ist unsere Plattform für gemeinsame Freizeit. Menschen mit gleichen Interessen finden sich und unternehmen etwas zusammen – geplant oder ganz spontan. Dazu gehören ein Spontan-Radar, Gruppen, ein Kalender und Push-Benachrichtigungen. Sponties läuft als Web-Plattform und als iPhone-App, die Android-App befindet sich aktuell im Test.
Weil wir beide Produkte selbst betreiben, kennen wir die Arbeit nach dem Start aus erster Hand: Einreichungen in den Stores, Updates für neue Systemversionen und Rückmeldungen von Nutzern. Das hilft uns, auch Kundenprojekte realistisch zu planen.
App-Entwicklung in Berlin: Worauf Sie bei der Agentur achten sollten
Ob Sie mit uns oder mit einer anderen App-Agentur in Berlin arbeiten – diese Punkte sollten stimmen.
Erfahrung mit veröffentlichten Apps
Lassen Sie sich Apps zeigen, die tatsächlich im App Store oder bei Google Play erhältlich sind, und installieren Sie sie. Wer selbst Apps veröffentlicht, weiß außerdem, welche Angaben Apple und Google bei der Einreichung verlangen.
Datenschutz und Server in Deutschland
Apps verarbeiten oft persönliche Daten: Namen, Termine, Standorte, bei Familien-Apps sogar Angaben über Kinder. Für Unternehmen gilt dabei die DSGVO. Fragen Sie deshalb gezielt nach:
- Serverstandort: Liegen die Daten auf Servern in Deutschland, vereinfacht das die datenschutzrechtliche Bewertung und schafft Vertrauen bei Ihren Nutzern.
- Datensparsamkeit: Die App sollte nur erheben, was sie für ihre Funktionen wirklich braucht.
- Drittanbieter: Analyse-, Werbe- oder Fehlerberichtsdienste übertragen häufig Daten. Jeder Dienst sollte bewusst ausgewählt werden.
- Angaben in den Stores: Apple und Google verlangen Auskunft darüber, welche Daten eine App erhebt. Diese Angaben müssen zur tatsächlichen Technik passen.
- Auftragsverarbeitung: Mit Dienstleistern, die Daten in Ihrem Auftrag verarbeiten, brauchen Sie einen entsprechenden Vertrag.
Ehrliche Beratung und klare Rechte
Eine gute App-Agentur sagt Ihnen auch, wenn eine Web-App oder eine Website für Ihr Ziel genügt. Klären Sie außerdem vertraglich, wer die Rechte am Quellcode hat und unter welchem Entwicklerkonto die App erscheint. Am besten wird sie unter Ihrem eigenen Konto bei Apple und Google veröffentlicht – so behalten Sie die Kontrolle über App, Bewertungen und Store-Eintrag, unabhängig davon, mit wem Sie in Zukunft arbeiten.
Betreuung nach dem Start
Fragen Sie, wer die App nach der Veröffentlichung aktualisiert, Fehler behebt und den Server betreut – etwa im Rahmen von Hosting und Wartung. Eine Agentur vor Ort hat dabei einen praktischen Vorteil: Abstimmungen müssen keine Zeitverschiebung überbrücken, was gerade in der Phase vor der Veröffentlichung hilft. Viele der Auswahlkriterien gelten übrigens genauso für Websites – mehr dazu im Beitrag Webdesign-Agentur in Berlin finden.
Häufige Fragen
Was kostet es, eine App entwickeln zu lassen?
Eine seriöse Aussage ist erst möglich, wenn Plattformen, Funktionen und Anbindungen feststehen. Deshalb beginnen wir mit einem Gespräch über Ihre Ziele. Danach erhalten Sie ein transparentes, unverbindliches Angebot, das die einzelnen Bausteine nachvollziehbar aufschlüsselt.
Muss meine App gleichzeitig für iPhone und Android erscheinen?
Nein. Beides gleichzeitig ist möglich, es kann aber auch sinnvoll sein, mit einer Plattform zu starten und die zweite folgen zu lassen. Bei Sponties gibt es die iPhone-App bereits, die Android-App wird gerade getestet. Was besser passt, hängt von Ihrer Zielgruppe ab.
Braucht jede App einen eigenen Server?
Nicht immer. Bleiben die Daten nur auf dem Gerät, kann die App ohne Server auskommen. Sobald Nutzerkonten, gemeinsame Inhalte oder die Synchronisation zwischen mehreren Geräten ins Spiel kommen, ist ein Server nötig. Achten Sie dann auf einen Standort in Deutschland.
Fazit
Eine gute App beginnt nicht mit der Programmierung, sondern mit klaren Antworten: Für wen ist sie gedacht, welches Problem löst sie, und welche Form passt dazu? Mit einem Prototyp, einer schlanken ersten Version und einem Plan für die Zeit nach dem Start halten Sie Aufwand und Risiko überschaubar.
Sie haben eine Idee und möchten wissen, wie daraus eine App werden kann? Lassen Sie uns darüber sprechen – das Erstgespräch ist kostenlos und findet per Telefon oder Video-Call statt. Dabei zeigen wir Ihnen, wie wir bei der App-Entwicklung vorgehen würden. Einen passenden Termin finden Sie in unserem Online-Kalender.